Wann Scheidenpilz Therapie beenden und Flora aufbauen?

Kategorie: Scheidenpilz.com » Expertenrat Scheidenpilz | Expertenfrage

26.07.2019 | 22:34 Uhr

Hallo liebe Community!

Ich bin langsam mit meinem Latein am Ende und hoffe hier Gleichgesinnte zu finden, mit denen man sich austauschen kann...

Meine Geschichte startete wie bei vielen: mit einer Blasenentzündung nach dem Geschlechtsverkehr. Seit Monaten hatte ich immer anfängliche Entzündungen (habe Nach Jahren wieder einen Partner, davor hatte ich nie Probleme). Ich wusste aus der Vergangenheit, dass ich mit Nebenwirkungen auf Antibiotika reagiere, also wollte ich es mit Hausmitteln in den Griff bekommen.

Im Juni war es dann plötzlich so schlimm, dass ich nicht mehr auf Antibiotika verzichten konnte. Damals wollte ich bereits zum Gynäkologen, der verwies mich aber trotz Hartnäckigkeit zum allgemeinen Hausarzt. Urinprobe, Antibiotika. Die erste Packung genügte nach erneuter Urinprobe nicht, weshalb ich eine weitere Packung nehmen musste. Während der Einnahme kamen die Beschwerden bereits zurück....

ich machte einen neuen Anlauf mit Hausmitteln, auch weil mir Antibiotika auf den Magen schlagen. Es ging mal ein paar Tage gut, dann wieder nicht. Die Schmerzen veränderten sich, keine übliche Therapie bei Blasenentzündungen schlug an ... und irgendwann wurde es richtig schlimm. Ich bekam Schmerzen, laut meines Gefühls in der Blase und an der Harnröhre, und zwar wehenartig. An einem Nachmittag war es so dramatisch, dass es mir den Kreislauf aushämmerte, während wir auf einem 2km Spaziergang (weit entfernt vom auto..) waren. Ich dachte, ich müsse mich vor Schmerz übergeben...

Am nächsten Tag versuchte ich es beim Gynäkologe, der mich wieder zum Hausarzt schickte. Der Widerrum schickte mich zum Urologen ... und nachdem der feststellte, dass meine Blase und Nieren im Top Zustand sind ...  wurde ENDLICH ein Abstrich gemacht. Resultat: Scheiden Pilz.

aber wie?? Ich hatte früher mal Pilz, und ich hatte kein Jucken, keine Reizung ... deshalb verdutzte mich die Aussage. Er sagte aber, dass der Pilz stark von innen in der Vagina gegen meine blase druckte und daher dieselben Symptome erschuf ...  Fakt, dass KadeFungin sofort half. Doch dann ... kam meine Periode und ich konnte die Zäpfchen Therapie nicht beenden.. nach einem Tag kamen die extremen Schmerzen an der Blase im Unterleib wieder. ich terrorisierte meinen Gynäkologen (wortwörtlich!!!), da ich die Schmerzen nicht mehr ausgehalten habe. ich war bis dahin schon extrem in meiner Lebensqualität eingeschränkt, ganz zu schweigen von dem ständigen Schmerzpegel... die meinten, abwarten. Aber das konnte ich nicht und hatte gelesen, dass es orale Mittel gibt .. nach also viel Hin und Her verschrieb meine Gynäkologin mir Fluconazol (1x Tablette) Die schmerzen Beschwerden kamen nach 2 Tagen wieder.... ich Muss sagen, dass es ein Kampf war, bei meiner Gynäkologin einen neuen Abstrich zu bekommen. Ich bleibe nur dort, weil sie ansonsten wirklich sehr gut ist, nur leider restlos überbucht...

Sie schaute in mich hinein und sagte gleich, dass der Pilz sehr stark an meinen vaginawänden geflockt hat. wenn ich davon ausgehe, dass der Pilz durch Antibiotika kam, wurde er 1 Monat lang nicht behandelt ... vielleicht wahr er schon eher da und brauch nur dann richtig aus? Dann also noch länger .. plus 3 Wochen Behandlung mit verschiedenen Medikamenten.

Meine Gynäkologin verschrieb mir ein anderes Zäpfchen, Fenizolan, das wirkte ... Sie gab mir allerhand Rat, Verschrieb mir außerdem Badezusatz, empfiehlt mir versxhiedene Möglichkeiten um die Flora wieder aufzubauen ..... doch nach 3 Tagen kommen die beschwerden SCHON wieder.

ich nehme ein mittel gegen Hefepilz, Wäsche meine Wäsche bei mind. 60°, versuche da unten nichts „nass und warm“ werden zu lassen (immer locker luftig), aber ich weiß langsam nicht mehr, was ich nun tun soll? Sex ist seit Juni eingestellt ... mein Freund (ebenfalls behandelt) ist super verständnisvoll, aber langsam geht es mir selbst auf die Nerven ...

Ist das noch der Pilz, soll ich die Therapie nach so vielen Wochen immer noch fortführen? oder verursacht die kaputte Vaginawand ähnliche Symptome? Ab wann soll ich die Flora aufbauen, ab wann stoppe ich die Pilz Therapie?? Ich weiß nicht was in diesem Fall richtig ist. Wahrscheinlich wäre es besser, erneut einen Abstrich zur Kontrolle zu machen, aber die Helferinnen blocken meine Versuche ab und ich bin nicht der selbstbewussteste Mensch ... :( hat jemand ähnliche Erfahrungen, die mir helfen? 

Und ein großes sorry für diesen Wahnsinns Text! kaum Zu glauben, dass die Krankheitsgeschichte schon so lang ist.. :-[

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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18.08.2019, 17:03 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallio Wunderlos,

Die von Ihnen beschriebene Geschichte ist natürlich kompliziert. Logisch konnte scheinen, dass der Pilz da war, die Antibiotikatherapie die Scheidenflora so verändert hat, dass der Pilz mehr wucherte und die Beschwerden dadurch noch schlimmer wurden. Auf der anderen Seite ist es aber auch möglich, dass der Pilz sich erst im Laufe der Antibiotikatherapie entwickelt hat und mit den Beschwerden an sich gar nichts zu tun hat. Behandelt werden sollte er natürlich trotzdem.
Eine mögliche weitere Ursache für die Beschwerden ist z.B. auch, dass eine Hauterkrankung der Schleimhaut im Scheidenbereich vorliegt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, differenzialdiagnostisch auch einen Hautarzt hinzuzuziehen.
Ansonsten scheinen sie bereits alles für die klassische Therapie einer Pilzerkrankung zu tun, die richtige Hygiene beachten, den richtigen Haut-pH, der Verzicht auf Antibiotika, kein Geschlechtsverkehr und die medikamentöse Behandlung. Weiters gibt es kaum etwas, was man noch tun kann. Bei dieser zu hartnäckigen Erkrankung sollte aber unbedingt überprüft werden, ob es sich nicht eigentlich auch um eine andere Erkrankung handelt.

 Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam