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Scheidenpilz durch Bakterien?

Kategorie: Scheidenpilz.com » Expertenrat Scheidenpilz | Expertenfrage

06.10.2020 | 20:43 Uhr

Hallo,

momentan habe ich eine Infektion meiner Harnwege mit Enterobakterien. Diese wird nun mit Antibiotika behandelt, da ich anhaltende Beschwerden habe.  Zu meinem Leidwesen hatte ich nach auftreten der ersten Symptome eines Harnwegsinfekts zeitnah auch noch eine Vaginalmykose bekommen. Dazu kam ein viraler Infekt.

Meine Frage ist, ob es einen Zusammenhang zwischen meiner bakteriellen Infektion und der Vaginalmykose gibt?? Oder gleich zwischen allen drei Infektionen?

Mich belastet das sehr, da ich sehr darauf geachtet hatte, nicht nochmals einen Vaginalpilz zu bekommen wie vor vier Jahren. Für mich war das damals sehr schlimm, da ich unnötig mit Salben und Cremes gequält wurde und letztendlich der Pilz systemisch behandelt werden musste.

Vielen Dank schon mal.

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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10.10.2020, 00:49 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

es ist sehr nachvollziehbar, dass Sie sich so große Sorgen machen. Das Thema Scheidenpilz ist auch bei unkomplizierten Behandlungsverläufen meistens eine sehr unangenehme Erfahrung.
Was jetzt für was die Ursache ist, lässt sich im Nachhinein nicht sicher feststellen. Eine Keimbesiedelung mit anderen Bakterien (in Ihrem Fall eben Enterobakterien) kann aber durchaus zum Verdrängen der normalen, gesunden Vaginalflora führen. Milchsäurebakterien, die für ein saueres Mileau sorgen, können dadurch weniger werden, der pH ändert sich auch, was dann schließlich das Wachsen von Pilzen begünstigt.
Dabei handelt es sich jetzt nur um eine allgemeine Spekulation, was letztlich die Ursache war, können wir im Nachhinein nicht sagen. Unterstützung könnten Sie aber, sollte unsere Überlegung stimmen, einem Pilz durch das Verwenden von Vaginalzäpfchen mit Milchsäurebakterien entgegenwirken.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen. Bei weitern Fragen sind wir natürlich gerne wieder für Sie da - Ihr Lifeline Gesundheitsteam