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Therapieformen/Behandlungsformen für chronischen Scheidenpilz

Kategorie: Scheidenpilz.com » Expertenrat Scheidenpilz | Expertenfrage

10.05.2020 | 18:52 Uhr

Hallöchen :-)

Meine Periode ist nun 4 Tage her und wie erwartet, hat sich bei mir wieder der altbekannte Pilzjuckreiz eingestellt. Vor 7 Jahren hatte ich ca mit 15 meine erste Infektion (damals noch sporadisch 2-3mal im Jahr). Seit zwei Jahren leide ich nun monatlich an einer Infektion (meistens vor oder nach meiner Regelblutung), des öfteren auch begleitet durch Harnwegsinfektionen und bin langsam am Verzweifeln. Damals dachte ich, es könnte an meiner hormonellen Verhütungsmethoden liegen (da diese allgemein sehr starke Nebenwirkungen bei mir ausgelöst hatten). Aber auch jetzt mit der Kupferspirale hat sich nichts gebessert.

Ich habe nun schon mehrfach meine Frauenärtzt*innen gewechselt, aber habe mich nie wirklich in meiner Lage ernstgenommen gefühlt, geschweigedenn wirkliche Hilfe erhalten, die über akute Behandlungsformen wie Vaginalzäpchen& Cremes, Einnahme von Antipilztabletten hinaus geht. Diese Behandlungsformen hatten immer nur eine kurzfristige Wirkung und waren dann, wie zu erwarten, an meinem Zyklusende wieder wirkungslos.

Ich habe mich deshalb selbst weiter in die Thematik Scheidenmykose eingelsen und so ziemlich alles ausprobiert, was in den meisten Foren erwähnt wird: von den Klassikern Baumwollunterwäsche, angepasste Intimhygiene (mittleriweile nurnoch mit Wasser und Deumavan Schutzsalbe), Sitzbädern mit Kamille oder Tannolact, ausgewogene/ zuckerreduzierte Ernährung bis hin zu regelmäßigem Yoga und Meditation (da ich tatsächlich ein sehr stressanfälliger Mensch bin). Desweiteren hatte ich einen Blut und Stuhltest durchführen lassen, bei welchem lediglich ein leichter Fohlsäure und Vitamin D Mangel zutage kam sowie ein leichter Reizdarm. Mir wurde eine Darmsanierung durch Bentonit und Flohsamen ans Herz gelegt. Diese hatte ich für 30 Tage durchgeführt, da ich schon öfters gelesen hatte, wie esentiell eine gesunde Darmflora für das körperliche Gesamtwohl ist (mit dem Hintergedanken, dass ja auch Darmbakterien zu Scheidenpilzen führen können). Meine Reizdarmähnlichen Symptome hatten sich verbessert, die Pilzinfektionen kamen und gingen jedoch immernoch im gleichen Maße. Ich hatte auch schon überlegt, ob der Juckreiz bei durch mein Neurodermitis verstärkt werden könnte (da ich schon zwei- dreimal mit Juckreiz bei meiner Ärzt*in war, jedoch kein Pilz festgestellt wurde, was jedoch keine Zahl ist in Relation zu den Malen, bei denen eine Infektion vorlag. Dachte vllt ist es dennoch erwähnenswert, falls es irgendwelche sicheren Informationen gibt zu Neurodermitis in Verbindung mit Scheidenpilz.)

Ich würde gerne der Hauptursache für meine ständig wiederkehrenden Infektionen weiter auf den Grund gehen, um diesen stetigen Kreis durchbrechen zu können. Nur weiß ich mittlerweile nichtmehr, wie ich weiter vorgehen soll, bzw an wen ich mich wenden kann. 

Ich freue mich über jede Rückmeldung und bin für jeden Rat dankbar!

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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13.05.2020, 09:12 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

was Sie ansprechen, ist tatsächlich ein bekanntes medizinisches Problem. Konkret geht es darum, dass es oft zu Rückfällen einer Scheidenpilzinfektion kommt, ohne dass genau gesagt werden kann, warum.
In der wissenschaftlichen Literatur wurden verschiedene Risikofaktoren gefunden, wie z.B. der Einsatz von Antibiotika und Geschlechtsverkehr aber auch feuchtes Wetter und der Einsatz von Hygieneprodukten. Oftmals kann aber kein klarer Grund gefunden werden. Es zeigte sich, dass die ärztliche Behandlung effektiver war als die "selbstdurchgeführte", es ist aber natürlcih davon auszugehen, dass eine Kombination der MAßnahmen sich verstärkt.
Die Mehrzahl der betroffenen Frauen bedarf leider tatsächlich einer langfristigen Anti-Pilz-Behandlung. Eine "bessere" Behandlungsmethode konnte leider bis heute nicht gefunden werden, trotz natürlich intensiver Bemühungen durch Frauenärzte.
Insofern können wir tatsächlich nur an Ihre behandelnde Frauenärztin/Ihren behandelnden Frauenarzt verweisen. Sinnvoll könnte nochmal ein Abstrich mit einer genauen Bestimmung und Resistenzlage des Erregers sein. Eventuell könnte dadurch noch ein gezieltere Therapie angesetzt werden.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam