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Fluconazolresistente Vaginalmykose

Kategorie: Scheidenpilz.com » Expertenrat Scheidenpilz | Expertenfrage

27.05.2020 | 20:19 Uhr

Liebe Experten,

Ich bin 22 Jahre jung  und seit November 2019 habe ich nun eine rezidivierende Vaginalmykose. Anfangs noch mit einer Tablette Fluconazol und Antipilz-Creme eindämmbar, kam der Pilz im Februar wieder und seitdem bin ich leider höchstens eine Woche beschwerdefrei.
Leider kam der Pilz allerdings sehr hartnäckig wieder, nachdem ich einen Monat meine Scheidenflora einmal unbehandelt lassen wollte und versucht habe die Symptome mit Multigyn Floraplus und Actigel zu lindern (und den Pilz erstmal ertragen habe).
Meine Frauenärztin hat mir dann eine langzeittherapie mit Fluconazol empfohlen - 3 Tablettenjeden zweiten Tag zu Beginn, zwei Wochen Pause, dann wöchentlich, monatlich, etc..
Leider bin ich über die ersten drei Tage nicht wrklich hinaus gekommen. Es stellte sich eine leichte Besserung ein, ich dachte, ich sei frei vom Pilz, dann fingen der typische Ausfluss, Juckreiz, Brennen wieder an. Nach nichtmal 5 Tagen nach der letzten Fluconazol 200 mg. Ich habe dann nach längerer Überlegung auf eigene Faust nochmal jeweils eine Fluconazol letzten Sonntag und Dienstag abend genommen.
Diesmal scheint es den Pilz tatsächlich absolut gar nichts anzuhaben. Ausfluss, Brennen und Juckreiz bleiben.

Ich wurde in der Vergangenheit schon mit Clotrimazol, Nystatin (creme) und Biofonal behandelt, sowie eben Fluconazol. Partner wurde auch mit Clotrimazol vorsichtshalber mitbehandelt, hat aber keinerlei Symptome.
Die Antibabypille habe ich nun auch von der Maxim zur Minisistone gewechselt (östrogenschwacher) - Ohne Auswirkung.


Meine Frage: Was bleibt mir noch übrig? Gibt es noch alternative Antimyotika?
Kennt eventuell jemand Spezialisten in Düsseldorf und Umgebung?

Inzwischen bin ich wirklich verzweifelt.

Ich bin für jede Hilfe dankbar!

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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28.05.2020, 11:40 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Melina_c.,

wir können und dürfen leider via Internet keine Therapieempfehlung geben. Allerdings gibt es tatsächlich noch andere Antimykotika und es ist tatsächlich ein bekanntes Problem, dass bei hartnäckigen Scheidenpilzen viele Antimykotika nicht ausreichend wirken. Es gibt in größeren Untersuchungen verschiedene Behandlungsformen, die besser wirken als andere, bei schweren Verläufen hilft aber kein Mitte zu 100%. Es kann leider nur ausprobiert werden. Hierbei können auch bereits verwendete Präparate nochmal verwendet werden.
Richtig ist auch, dass die Pille einen Einfluss darauf haben kann, eventuell kann es helfen, sie ganz wegzulassen, auch das kann nur ausprobiert werden.
Spezialisten gibt es hierzu leider kaum, die wissenschaftliche Datenlage ist auch eher dünn, deswegen muss man sich zum Großteil auf die Erfahrung des Arztes verlassen. Sie können aber auch Kontakt zum nächstgelegenen Universitätsklinikum aufnehmen. Vielleicht kann man Ihnen hier helfen, wir kennen Ihr nächstes Klinikum aber leider nicht.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit den Informationen etwas weiterheflen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam